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Die Quirnbacher Märkte

Geprägt wurde die Entwicklung der Gemeinde jedoch von den Märkten im 18. und 19. Jahrhundert. Sie waren über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das Dorf. Heute ist von dieser großartigen Markttradition „nur“ noch der Pferdemarkt verblieben.
Besucht man heute den Quirnbacher Pferdemarkt am zweiten Mittwoch im November, so hat der Markt sein eigenes Flair. Angefangen von der Atmosphäre am Pferdeplatz, der Stimmung im Festzelt bis hin zum Gedränge an den Buden und Ständen. Auch die Lotterie übt schon Wochen vor dem Markttermin ihren Reiz auf die Besucher aus.
Der Pferdemarkt ist keineswegs eine Erfindung der heutigen Generation oder ein modernes Dorffest. Er ist viel mehr ein Relikt einer jahrhundertelangen Markttradition in Quirnbach. Mag es auch damals dann und wann einen bescheidenen Wohlstand gegeben haben, der Pferdemarkt war auch immer ein Treffpunkt des kleinen Mannes, der ländlichen Bevölkerung eben. Schon im letzten Jahrhundert war der Pferdemarkt ein Besuchermagnet für die Bevölkerung weit über unsere Region hinaus.
Folgerichtig ließ die Gemeinde Quirnbach den traditionsreichen Markt gemeinsam mit den Quirnbacher Vereinen und Bürgern wieder aufleben.
Dass auch schon in früheren Zeiten das Dorf an Markttagen aus allen Nähten platzte, mag folgende Begebenheit aus dem Jahr 1780 belegen. In seinem Büchlein aus dem Jahr 1896 „Aus der Geschichte des Dorfes Quirnbach“ lässt der Autor, Pfarrer Emil Müller, seinen Vorgänger, Pfarrer Heintz berichten:
„Als ich auf den bartholomäusmarkt im dasigen Schulhause zu Mittag gegessen, wurde mir angezeigt, daß in der Kirche viele Leute speiseten. Dieses nun näher zu erfahren, ging ich selbsten in die Kirche hinein, traf daselbsten an: Hr. Amtskeller von Müllstein und Hr. Forster Reumann aus Reichenbach, beide protestantischer Religion, nebst noch drei Herren von Kusel. Diese herren ließen sich einen Tisch in den Gang setzen und ihr Mittagessendahin bringen, waren auch eben im Begriff dasselbe einzunehmen.Ich gab ihnen hierüber mein Missfallen mit diesen Worten zu erkennen: Es wäre nicht schicklich, wenn man einen zum Gottesdienst geweihten Ort zu einem Wirthssaale gebrauchen wollte.Gedachte herren entschuldigten sich also: Ich sollte nicht übelnehmen, sie hätten wegen der Menge der Marktleute in keinem Hause hierzu Platz finden können. Sie legten sogleich aus eigenem Trieb ohngefähr 12 Batzen für das dasige Almosen zusammen; welche dem zugegen gewesenen Censoren Ohliger zur Verwahrung überlassen wurden.“